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Tipps zur richtigen Inbetriebnahme von Hackgerät und Hackstriegeleinboeck-wartung-199x134

Die „Hack- und Striegel-Saison" steht vor der Tür und pünktlich dazu wollen wir Ihnen mit nützlichen Tipps den Ersteinsatz Ihres Gerätes erleichtern.

Wichtig: Betriebsanleitung studieren
Vor der Inbetriebnahme einer neuen Maschine sollten Sie immer vorab die Betriebsanleitung sorgfältig durchlesen. Selbst wenn Sie mit der grundsätzlichen Funktion des Gerätes gut betraut sind, so enthält die Anleitung viele Detailinformationen, die sowohl im Einsatz als auch bei der Wartung sehr nützlich sein können.

Rechtzeitige Ersatzteil Vorsorge bei Gebrauchtmaschinen
Gebrauchtmaschinen sind rechtzeitig, am besten vor der Saison (d.h. schon im Winter) auf Vordermann zu bringen. Seien Sie dabei sehr gründlich: Das heißt, tauschen Sie mangelhafte Teile frühzeitig aus bzw. sorgen Sie dafür, dass Sie entsprechende Ersatzteil vorrätig haben. Auch Verschleißteile (wie Schare oder Zinken) sollten am besten schon vor der Saison in ausreichender Anzahl vorhanden sein. Gerade im ökologischen Landbau kann jeder Tag, an dem eine Pflegemaschine ausfällt, bedeuten, dass man im „Kampf gegen das Unkraut" eine Niederlage einstecken muss.

Regelmäßige Wartung
Nicht nur vor der Saison, sondern auch während der Arbeitseinsätze sollten Sie Ihre Maschine gut pflegen und warten. Halten Sie sich dazu an die jeweiligen Vorgaben in der Betriebsanleitung. Das alte Sprichwort „Wer gut schmiert, fährt gut." hat nach wie vor Gültigkeit. Dabei ist es in der Regel immer sinnvoller, mehrmals geringe Mengen zu schmieren, als nur selten aber dafür große Mengen Schmiermittel in die Lagerstellen zu quetschen. Bei abgedichteten Lagern kann durch zu viel Schmiermittel die Dichtung herausgedrückt werden, was oftmals einen Lagerschaden zur Folge hat.

 

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Scharhackgerät CHOPSTAR

Egal ob Front- oder Heckgerät, achten Sie beim Anbau an den Traktor darauf, dass der Hackrahmen in Arbeitsposition absolut gerade ist. Bei Heckgeräten beachten Sie zudem, dass die Unterlenker und Seitenstreben jeweils gleich eingestellt sind. Nur so wird eine gleichmäßige Arbeitstiefe über die gesamte Hackbreite gesichert. Beim Ersteinsatz stimmen Sie den Abstand der Hackkörper genau auf den Abstand der Pflanzenreihen ab. Um die höchstmögliche Genauigkeit im Feld zu haben, fahren Sie mit dem Hackgerät die Reihen möglichst in derselben Richtung ab wie beim Säen.
Für den maximalen Hackerfolg, sollte das unbearbeitete Band entlang der Pflanzenreihe natürlich so schmal wie möglich eingestellt werden. Je nachdem wie das Hackgerät geführt wird und wie breit die Pflanzenreihe schon ist, variiert diese Bandbreite stark. Am nahesten kann mit dem Kameralenksystem ROW-GUARD an die Pflanzen gehackt werden, da die Abweichungen sehr gering sind. In Verbindung mit beispielsweise einer Fingerhacke kann sogar vollflächig gehackt werden. Annähernd gute Ergebnisse können auch mit Fronthackgeräten erzielt werden. Allerdings hängt der Erfolg der Bearbeitung stark vom Geschick und der Erfahrung des Fahrers ab.
Seitliche Schutzscheiben oder -bleche am Hackkörper dienen hauptsächlich dazu, die Pflanzenreihe im frühen Stadium vor dem Verschütten zu bewahren. Die Schutzbleche sollten so eingestellt werden, dass sie nicht direkt im Boden schleifen, sondern knapp darüber gehalten werden. Schutzscheiben so adjustieren, dass sie jeweils den Erdfluss der äußeren Zinke von der Pflanze vollständig abschirmt.
Die Hacktiefe wird so gewählt, dass alle Unkräuter sicher durchgeschnitten werden. Zu tiefes Hacken sollte aber vermieden werden, da der Boden dadurch stark austrocknet. Zudem steigt die Abschwemmgefahr im Falle eines plötzlichen Starkregens. Auch ein erhöhter Scharverschleiß und Kraftstoffverbrauch sprechen klar dafür die Arbeitstiefe möglichst gering zu halten. Die optionale Fingerhacke arbeitet mit den Gummisternen feines Unkraut aus der Pflanzenreihe heraus. Um eine optimale Wirkung zu erzielen und um die Kulturpflanze selber nicht zu beschädigen, muss beim Einstellen folgendes berücksichtigt werden: Wählen Sie den seitlichen Abstand der Fingersterne zueinander so, dass ein in etwa 1bis 2 fingerbreiter Abstand bleibt, wenn man die Finger, wie im Einsatz, nach oben zu einander biegt. Über eine Feder am Ausleger der Fingerhacke wird sichergestellt, dass der Antriebsstern immer fest in den Boden drückt, denn nur wenn die Fingerelemente satt am Boden aufliegen, erzielen sie die beste Wirkung und die Kulturpflanze kann nicht ausgerissen oder beschädigt werden. Die Feder soll in Normalstellung halb vorgespannt sein, so können Unebenheiten (sowohl nach unten als auch nach oben) optimal ausgeglichen werden. Auch die Arbeitsgeschwindigkeit spielt beim Einsatz der Fingerhacke eine entscheidende Rolle. Bei kleinen Pflanzen darf diese nicht zu hoch sein!

 

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Kameralenksystem ROW-GUARD

Das neue Kameralenksystem ROW-GUARD hält das Hackgerät über einen Verschieberahmen auf Kurs. Dieser Rahmen wird spielfrei zwischen Heck-Hackgerät und Traktor montiert. Zur Erhöhung der Genauigkeit müssen auch die Unterlenker im Einsatz fixiert sein. Seitlich vom Oberlenkeranbaupunkt befindet sich ein Hubwerksensor - stellen Sie diesen so ein, dass der Oberlenker im hochgehoben Zustand die Feder des Sensors und somit den Schalter betätigt. In Arbeitsposition darf der Oberlenker den Sensor nicht berühren.
Die Kamera wird seitlich am Hackrahmen montiert. Wie Sie die Kamera bei welchem Reihenabstand und welcher Wuchshöhe am besten einstellen, entnehmen Sie der Betriebsanleitung beigelegten Tabelle. Wichtig: Der Hackrahmen soll über Stützräder geführt werden, sodass die Kamera immer denselben Abstand zum Boden hat. Die weiteren Einstellungen und die Bedienung erfolgen bequem über das Terminal in der Kabine. Im Einsatz aktivieren Sie die Steuerung, starten den konstanten Ölfluss, fahren mittig zwischen den Pflanzenreihen, senken die Maschine ab und sobald Sie los fahren übernimmt die Steuerung die Arbeit. Merken Sie beim Ersteinsatz, dass die Hacke nicht mittig zwischen den Reihen arbeitet, sondern zu einer Seite versetzt ist, dann korrigieren Sie das, indem Sie die Kamera am Hackrahmen genau um das Maß in die Richtung verschieben, in die das Hackgerät versetzt ist (Beispiel: Das Hackgerät läuft 2 cm zu weit rechts, daraus folgt: Kamera um 2 cm nach rechts versetzen).
Die Arbeitsgeschwindigkeit richtet sich im Wesentlichen nach der Arbeitsqualität des Hackgerätes. Mit dem ROW-GUARD sind bis zu 15 km/h ohne Probleme möglich.

 

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Hackstriegel AEROSTAR

Der AEROSTAR zählt zu den erfolgreichsten Hackstriegeln weltweit und hat sich bereits tausendfach bewährt. Die vielseitige Nutzung in Drill- und Hackfrüchten macht ihn zu einem Allrounder in der mechanischen Unkrautbekämpfung. Die Einstellungen in punkto Aggressivität sind stark von der Kultur abhängig. Als Grundsatz gilt: So aggressiv als möglich gegen die Unkräuter, aber ohne dabei die Kultur selbst zu schädigen. Beim Anbau des Striegels achten Sie darauf, dass der Oberlenker nicht zu kurz ist. Im Einsatz soll die Gabel leicht hinten am Feld aufliegen. Wenn noch keine Erfahrungswerte vorhanden sind, starten Sie mit der mittleren Zinkenstellung und probieren Sie auf einer kleinen Testfläche, wie sich die Einstellung verhält. Beim Striegeln hängt viel auch von der Wahl der richtigen Fahrgeschwindigkeit ab – je schneller desto aggressiver.
Etwa 70 % des Erfolges beim Hackstriegel kommt durch Verschütten des Unkrautes im Keimstadium, und nur etwa 30 % durch Herausreißen des Unkrautes.

 

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Der neue AEROSTAR-EXACT

Auf der AGRITECHNICA 2013 in Hannover wurde der AEROSTAR-EXACT präsentiert. Hunderte Geräte sind bereits im Einsatz und begeistern nicht nur der exakten Arbeitsweise wegen sondern auch aufgrund der präzisen Einstellbarkeit. Diese geht einfach von der Hand: Beim AEROSTAR-EXACT werden die 600 mm langen Zinken immer leicht auf Griff gestellt. Das geschieht hydraulisch vom Traktor aus. Eine auf einem der äußeren Zylinder montierte Anzeige hilft beim Wiederfinden der gewünschten Zinkenstellung. Die Stützräder werden so eingestellt, dass die Striegelfelder im Einsatz absolut parallel zum Boden sind. Dabei sollte der Oberlenkerbolzen ungefähr mittig im Langloch sein.
Nach der Grundeinstellung können Sie auf einer kleinen Testfläche die Einstellung verfeinern. Für deutliche Veränderungen in der Aggressivität stellen Sie die Stützräder nach oben (mehr Druck) oder nach unten (weniger Druck). Für die Feinjustierung geben Sie über die hydraulische Zinkenverstellung mehr oder weniger Druck auf die Zinken.

 

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Rotorhacke ROTARYSTAR

Die Rotorhacke ist einfach in der Handhabung. Die Stützräder werden so eingestellt, dass die Unterkante des Hauptrahmens mindestens 65 cm über dem Boden ist, so wird selbst bei vollem Druck auf die Felder verhindert, dass die Federn überspannt werden. Wenn das Gerät am Boden abgesenkt ist, sollen die Felder waagrecht bzw. ganz leicht nach hinten hängen. Damit ist der Druck zwischen erster und zweiter Scheibenreihe gleich. Über die hydraulisch angesteuerten Parallelogramme wird die Vorspannung der Scheiben vom Traktor aus eingestellt. Die Fahrgeschwindigkeit beträgt zwischen 12 und 25 km/h, wobei der Grundsatz ist: je schneller man fährt, desto weniger aggressiv ist es für die Pflanze.
Beim ROTARYSTAR ist der richtige Einsatzzeitpunkt sehr entscheidend. Die beste Wirkung gegen verschlämmte und verkrustete Böden erzielt man, wenn man so früh wie möglich nach dem Regen eine Überfahrt macht. Das heißt, sobald die oberste Bodenschicht abtrocknet und sich eine Kruste bildet und der Acker schadlos befahrbar ist, sollte eine Überfahrt gemacht werden. Dadurch wird die Kruste mit relativ wenig Druck feingekrümelt und die Kapillarwirkung unterbrochen. Die krümelige Struktur bietet die ideale Grundlage für einen nachfolgenden Striegeldurchgang.