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Serie Mechanische Beikrautregulierung: 2. ZuckerrübeRuebe Uebersicht

Für Zuckerrüben sind ein langsames Wachstum und ein später Reihenschluss charakteristisch. Besonders bei Bio-Zuckerrüben heißt es daher, dass der Beikrautbesatz bei der noch jungen Kultur (2- bis 6-Blattstadium) möglichst gering gehalten werden muss. Die Voraussetzungen dafür müssen noch vor der Aussaat geschaffen werden.

 

Vor der Saat:

Vor der Saat empfiehlt sich eine Beikrautkur durchzuführen. Durch mehrmalige flache Bodenbearbeitung mit beispielsweise der Saatbettkombination EXTREM oder VIBROSTAR werden sowohl bereits aufgelaufene Beikräuter vernichtet, als auch noch im Boden befindliche Beikrautsamen zum Keimen angeregt. Die Bearbeitungen sollen in Abständen von 7-10 Tagen erfolgen. Auf lockeren Böden kann die Bearbeitung auch mit dem Hackstriegel erfolgen. Besonders der neue AEROSTAR-ROATION zeigt ein hohes Vermögen beim Entwurzeln der Beikräuter.

Nach der Saat:

Ruebe jungBlindstriegeln bei der Zuckerrübe ist aufgrund der äußerst empfindlichen Keimfäden sehr sensibel und kann praktisch kaum erfolgen.
Es ist daher wichtig, dass der erste Einsatz mit der Scharhacke CHOPSTAR ehestmöglich nach dem Sichtbarwerden der Reihen erfolgt. Zum Schutz der kleinen Pflänzchen sollten unbedingt Pflanzenschutzscheiben verwendet werden. Die noch sehr kleinen Rüben dürfen nicht durch den Erdaufwurf der Zinken verschüttet werden. Dafür sind am besten die flach arbeitenden Vibromesserzinken geeignet.

Eine Beikrautbekämpfung in der Reihe durch den Hackstriegel kann erst ab dem 4-Blattstadium durchgeführt werden. Man muss davon ausgehen, dass dort und da einzelne Rübenpflanzen ausgestriegelt werden, aber die Handhackarbeit wird durch den Hackstriegeleinsatz jedenfalls stark vermindert. Um die Verluste möglichst gering zu halten, muss der Striegel feinfühlig und präzise entsprechend den Gegebenheiten eingestellt werden. Durch Tasträder im Heck, hydraulische Zinkenverstellung und den 600 mm langen und Ø 7 mm starken Zinken ist der AEROSTAR-EXACT für solche sensiblen Bedingungen prädestiniert.

Zum Aufbrechen von Verkrustungen ist auch der Einsatz mit der Rotorhacke ROTARYSTAR möglich. Auch wenn die Unkrautwirkung nicht allzu hoch ist, so kann mit der Rotorhacke der Boden sehr effektiv aufgelockert und die Wirkung einer nachfolgenden Bearbeitung mit dem Hackstriegel gesteigert werden.

Die weiteren Hack- und Striegeldurchgänge können bis zum Reihenschluss ausgeführt werden. Die Einsatzfrequenz richtet sich nach dem Beikrautdruck und natürlich auch nach dem Wetter. Bei den weiteren Hackeinsätzen empfiehlt sich eine Kombination mit Fingerhackelementen, da so auch in den Reihen eine Unkrautregulierung stattfindet. Für mehr Präzision beim Hacken – und damit einhergehend geringeren Handhackaufwand – sollte über ein Lenksystem nachgedacht werden. Das Kameralenksystem ROW-GUARD erkennt die grünen Pflanzenreihen und hält das Hackgerät über ein Verschieberahmensystem zuverlässig auf Kurs. Das System ist adaptiv und kann somit auch einfach nachgerüstet werden.

Ideal ist, wenn man die Striegeleinsätze, je nach Witterung, wenige Tage nach dem Hacken erfolgt. Da die Oberfläche bereits gelockert ist, können Beikräuter besser entwurzelt oder verschüttet werden.

 

Serie Mechanische Beikrautregulierung: 1. Soja

Serie Mechanische Beikrautregulierung: 3. Mais

 

Wir weisen darauf hin, dass die o. a. Informationen Erfahrungswerte sind und in verschiedenen Bedingungen und Gegebenheiten abweichende Ergebnisse erzielen können. Fa. Einböck übernimmt keinerlei Haftung für die Richtigkeit der Angaben und etwaige Schäden an Geräten/Kulturen.

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