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einboeck-presse-striegeln-01OPTIMALE AEROSTAR STRIEGELWIRKUNG, TEIL I

Herzlich willkommen zur neuen Serie im Einböck Newsletter! In dieser Rubrik möchten wir Ihnen in dieser und den nächsten Ausgaben unseres Newsletters die techn. Besonderheiten unseres AEROSTAR, sowie praktische Tipps zur Anwendung des Gerätes in verschiedenen Kulturen geben!

Auch wenn Sie durch praktische Erfahrung im langjährigen Einsatz bereits Bescheid wissen hoffen wir, dass wir Ihnen mit dieser Zusammenfassung nochmals die positiven Effekte der Arbeit mit dem Striegel in Erinnerung rufen und eventuell neue Einsatzmöglichkeiten aufzeigen können.

Wie Sie im Laufe unserer Serie noch feststellen werden, ist unser AEROSTAR ein Universalgerät, das nicht nur in der mechanischen Unkrautregulierung unschlagbar ist, sondern noch viele weitere, äußerst wichtige und positive Effekte in der Bestandspflege bewirken kann!
In der heutigen, ersten Ausgabe werden wir uns dem Striegeln allgemein und einigen technischen Besonderheiten, sowie den ersten Kulturen, die im Frühling gestriegelt werden, widmen. In den weiteren Ausgaben des Newsletters beleuchten wir dann die einzelnen Komponenten und Ausstattungsvarianten des AEROSTAR näher. Sie werden sich wundern, welche Früchte gestriegelt werden (können)!

Striegeln bringt viele Vorteile
Striegeln dient nicht nur der mechanischen Beikrautregulierung, es hat außerdem noch viele, positive Auswirkungen auf Feldfrucht, Bestockung, Boden, Wasser- und Lufthaushalt, etc. Der Hauptgrund, warum Hackstriegel eingesetzt werden, ist trotzdem die mechanische Regulierung von Unkraut; nicht nur in der biologischen Landwirtschaft, sondern auch im konventionellen Ackerbau (insbesondere auf Großflächen).

Sie werden keinen 100 % reinen Bestand mit dem Striegel erreichen; allerdings ist ein geringer Besatz von Unkraut im Bestand oft sogar vorteilhaft! Nur ca. 1/3 des vom Hackstriegel regulierten Unkrautes wird ausgerissen; der überwiegende Teil wird verschüttet, beschädigt oder so stark verletzt, dass es nicht mehr weiterwachsen kann. Darum ist eine gute Gare und Schüttfähigkeit des Bodens wichtig – dies kann bereits in der Bodenbearbeitung vor der Aussaat beeinflusst werden.


Der „Striegel-Effekt“ ist am besten:
+ je kleiner / jünger das Unkraut ist (im Keimstadium oder Kleinblattstadium ist die Arbeit am günstigsten)
+je näher an der Oberfläche das Unkraut keimt („abschleppen“ vor Aussaat und Blindstriegeln regt die Unkrautsamen zum Wachsen an)
+ je schüttfähiger der Boden ist
+ je höher die Arbeitsgeschwindigkeit ist
+ je sonniger und trockener die Witterung ist


Andere, positive Auswirkungen des Striegel-Einsatzes:
+ Bodenlockerung
+ Brechen von Verkrustungen
+ Bodendurchlüftung
+ Verhindern von Verschlemmungen
+ Nährstoffmobilisierung aus der Luft (bis zu 20 % geringerer Stickstoffaufwand im Dünger)
+ Regulierung des Wasserhaushaltes: durch die äußerst flache Bearbeitung entsteht eine lockere Bodenschicht, die austrocknet und das feuchte Erdreich vor direkter Sonnenbestrahlung schützt
Regenwasser wird durch die verbesserte Bodenstruktur schnell und effizient aufgenommen
+ Anregung der Bestockung

Der richtige Einsatzzeitpunkt des Striegels…
…ist grundsätzlich von der Frucht abhängig!

Es gibt Früchte, die bereits vor dem Auflaufen gestriegelt werden („Blindstriegeln“) und dann in den verschiedenen Wachstumstadien. Die Details für die verschiedenen Früchte werden wir in den kommenden Ausgaben unseres Newsletters genauer unter die Lupe nehmen!


Blindstriegeln:

Das Blindstriegeln – nach der Aussaat, vor Auflaufen der Kultur – nimmt den ersten Unkrautdruck und verschafft der Frucht einen Wachstumsvorsprung gegenüber dem Unkraut. Wichtig dabei ist, dass das Saatgut gleichmäßig und ev. etwas tiefer abgelegt werden muss.

Dadurch, dass zwischen Saatbettbereitung / Aussaat und Blindstriegeln eine relativ kurze Zeitspanne liegt, sind die Unkrautpflanzen noch im Keimstadium und können sehr effektiv bekämpft werden. Blindstriegeln ist bis zum Spitzen der Frucht möglich.

Blindstriegeln ist bei (fast) allen Kulturen möglich; bei sehr schnell keimendem Saatgut (zB Raps) ist es nicht zielführend / möglich.


Striegeln von Wintergetreide:

Blindstriegeln äußerst effektiv – allerdings auf Grund der Witterung oft nicht mehr möglich. Zinkenstellung 3, ganz sanfte Arbeit

Bei früher Saat (wenn das Getreide im Herbst noch ins 3-Blatt Stadium kommt und die Witterung einen Einsatz zulässt) –Zinkenstellung 3, leichter Einsatz

Im Frühjahr sobald als möglich (wenn kein Frost mehr Auftritt; Anregung der Bestockung, Bodenlockerung und Belüftung) – Zinkenstellung 2 oder 3, wenig Druck am Striegelfeld

Bei 15 bis 30 cm Wuchshöhe (Nährstoffmobilisierung, Bekämpfung von Spätkeimern) – Zinkenstellung 2, je nach Bedingungen auch aggressiver

Wir weisen darauf hin, dass die o. a. Informationen Erfahrungswerte sind und in verschiedenen Bedingungen und Gegebenheiten abweichende Ergebnisse erzielen können. Fa. Einböck übernimmt keinerlei Haftung für die Richtigkeit der Angaben und etwaige Schäden an Geräten / Kulturen.

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