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Mechanische Unkrautregulierung in Soja

Mechanische Unkrautregulierung in Soja

Mechanische
Unkrautregulierung in Soja

07.06.2022

Viele Landwirte denken, die Sojabohne wäre eine der größten Herausforderungen der mechanischen Unkrautregulierung. Doch dem ist nicht so, denn mit der richtigen Technik und gezielten Einsatzzeitpunkten steht einem hohen Ertrag nichts mehr im Weg. In den folgenden Zeilen haben wir die wichtigsten Schritte zur erfolgreichen Ernte zusammengefasst.

 

„Ein ständiges Beobachten der Pflanzen ist maßgebend, um eine erfolgreiche Unkrautregulierung zu erzielen.

Denn der passende Einsatzzeitpunkt der Geräte ist entscheidend für die spätere Ernte."

Der richtige Boden

Um gut wachsen und gedeihen zu können, hat die Sojabohne hohe Ansprüche an den Boden. Hier darf vor allem der hohe Wärme- und Wasseranspruch nicht unterschätzt werden. Die Pflanze wächst am besten auf einem tiefgründigem, gut abgesetztem, nicht zu feinem Saatbett. Auf mittelschweren Böden, bei warmem und feuchtem Klima fühlt sie sich am wohlsten. Der Boden sollte leicht zu erwärmen, nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht sein. Der ph-Wert darf zwischen 6,0-7,0 liegen. Böden mit starker Stickstoffnachlieferung sind zu meiden, denn diese hemmen die Knöllchenbildung, welche für die Sojabohne äußerst wichtig ist. Außerdem ist die Sojabohne nicht imstande, Verdichtungen gut zu kompensieren. Daher sind vor allem Flächen mit hoher Verdichtung und vielen Wurzelunkräutern zu vermeiden.

Die Sojabohne stellt keine hohen Ansprüche an die Vorfrucht. Günstige Vor- und Nachfrüchte sind vor allem alle Getreidearten, da hier das Kohlenstoff (C) – Stickstoff (N) Verhältnis ideal ist. Aber auch Mais und Rüben sind teilweise möglich. Leguminosen, Sonnenblumen oder Kartoffeln sind hingegen eher ungeeignet.

 

Tipp vor der Aussaat: Um eine gute Entwicklung von Knöllchenbakterien zu gewährleisten, sollte die Sojabohne unbedingt kurz vor der Saat mit einem Rhizobienpräparat geimpft werden.
Tipp zur Aussaat: Für eine schnelle Jugendentwicklung soll die Bodentemperatur bei der Aussaat mindestens 10° betragen.

Schritt für Schritt zur ertragreichen Sojabohne

  1. Blindstriegeln mit unserer AEROSTAR-Familie (ca. 3-4 Tage nach der Saat):
    Der Aussaatzeitpunkt sollte mit dem passenden Wetter zum Blindstriegeln abgestimmt werden. ACHTUNG: Saattiefe von 3-5 cm beachten!
     
  2. Hacken mit dem Hackgerät CHOPSTAR 3-60 oder mit der Rotorhacke ROTARYSTAR:
    Sobald die Keimblätter voll entfaltet sind, muss gehackt werden. Die Sojabohne kann dabei sogar leicht verschüttet werden.
     
  3. Sanftes (Quer-)Striegeln:
    1-2 Tage nach dem Hacken wird gestriegelt, um die Erde wieder von der Sojabohne abzustriegeln.
     
  4. 3-4-Blatt-Stadium:
    Nun ist es höchste Zeit zum Hacken und Krustenbrechen. Dies wird mit einem Hackgerät (CHOPSTAR 3-60) inklusive Fingerhacke oder Rollstriegelelement, einem Rollstriegel (AEROSTAR-ROTATION) oder einer Rotorhacke (ROTARYSTAR) durchgeführt.
     
  5. Präzision ist gefragt:
    Bereits 1-2 Wochen nach dem Hacken, je nach Wetterlage, wird erneut gestriegelt (mit AEROSTARs) oder gehackt (mit CHOPSTAR 3-60 oder ROTARYSTAR)
     
  6. Kurz vor der Blüte:
    Nun folgt der letzter Hackdurchgang mit der Fingerhacke. So wird Beikraut in der Reihe erfasst und in der Reihe leicht angehäufelt. Zusätzliches Anhäufeln kann mit Häufelscharen oder Häufelscheiben erfolgen.

 

Striegeln und hacken nach Möglichkeit und Bedarf, aber nicht zu viel, um nicht zu viel Stickstoff (N) freizusetzen!

 

Profi-Tipp:

Diese detaillierte Grafik mit den verschiedenen Einsatzzeitpunkten in Blattstadien finden Sie in unserem Handbuch des Bio-Ackerbaus, welches hier heruntergeladen werden kann. Platzieren Sie die Grafik an einem sichtbaren Ort, um den richtigen Einsatzzeitpunkt nicht zu verpassen.

Profi-Tipp:

Diese detaillierte Grafik mit den verschiedenen Einsatzzeitpunkten in Blattstadien finden Sie in unserem Handbuch des Bio-Ackerbaus, welches hier heruntergeladen werden kann. Platzieren Sie die Grafik an einem sichtbaren Ort, um den richtigen Einsatzzeitpunkt nicht zu verpassen.

Wir wünschen viel Erfolg bei der Unkrautregulierung und eine ertragreiche Ernte!

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