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Der erfolgreiche Stoppelsturz

Der erfolgreiche Stoppelsturz

Der erfolgreiche
Stoppelsturz

25.08.2021

<p class="text-block"><strong>Zwischenfrucht säen, Bodenleben füttern</strong></p>
<p class="text-block">Nach der Sommerernte von Getreide, Raps, Erbsen, etc. besteht sehr oft ein längeres Zeitfenster bis zum Anbau der nächsten Hauptkultur (Soja, Mais, Ackerbohne, etc.). Dieses Zeitfenster wird im Regelfall für einen zeitigen Zwischenfruchtanbau genützt, um den Boden zu bedecken/ beschatten, das Bodenleben zu füttern und somit aktiv Humus- und Bodenaufbau zu betreiben. Bei baldigem Zwischenfruchtanbau unter guten Bedingungen etabliert sich schnell ein dichter Zwischenfruchtbestand, der auflaufende Beikräuter und Ausfallgetreide gut unterdrückt.</p>
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<p class="text-block"><strong>Unkrautkur als „Akutmaßnahme“</strong><br /> Auf Schlägen mit hohem Unkrautdruck und speziell bei starken Problemen mit Wurzelunkräutern kann dieses Zeitfenster auch für eine „Unkrautkur“ verwendet werden. An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass die Ursachen für massives Auftreten von Unkräutern oder von Problemunkräutern analysiert und beseitigt werden sollen. Eine Unkrautkur ist mehr oder weniger eine „Akutmaßnahme“ und bekämpft vorwiegend die Symptome, ohne die eigentlichen Ursachen langfristig auszuschalten. (z.B.: Nitratauswaschung in den Unterboden, Bodenverdichtungen, unausgewogener Nährstoffhaushalt, …)</p>
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<p class="text-block"><strong>Zeit für die 2. Stoppelbearbeitung</strong><br /> Bei der 2. Stoppelbearbeitung (meist 2 Wochen nach 1. Stoppelbearbeitung) sollte die Bearbeitungstiefe auf ca. 10 cm erhöht werden, damit auch optimale Strohrottebedingungen geschaffen werden und die bereits aufgelaufenen Unkrautsamen und das angekeimte Ausfallgetreide vernichtet wird. Es ist darauf zu achten, dass nur der trockene Bodenhorizont bearbeitet wird. Schmierstellen bzw. Schleifsohlen sind in jedem Fall zu vermeiden, da ansonsten Poren verschlossen werden und damit der Bodenwassertransport (Kapillarität) unterbrochen wird. Ein oberflächliches Ablegen von Wurzeln der Wurzelunkräuter sollte auch hier bei nachfolgendem trocknem Wetter erfolgen, um diese nachhaltig zu schwächen. Bei trockenen Wetterbedingungen kann das oberflächliche Ablegen der Wurzelunkräuter zum Austrocknen der Wurzel wiederholt werden. Nach einer Unkrautkur sollte sofort ein dichter Zwischenfruchtbestand etabliert werden, um die freigesetzten Nährstoffe durch die intensive Bodenbearbeitung zu binden und die Bodenstruktur zu stabilisieren.</p>
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<p class="text-block">Die Details zur weiteren Bodenbearbeitung finden Sie im Handbuch des Bio-Ackerbaus unter <a href="t3://page?uid=642">www.einboeck.at/handbuch</a>.</p>

Zwischenfrucht säen, Bodenleben füttern

Nach der Sommerernte von Getreide, Raps, Erbsen, etc. besteht sehr oft ein längeres Zeitfenster bis zum Anbau der nächsten Hauptkultur (Soja, Mais, Ackerbohne, etc.). Dieses Zeitfenster wird im Regelfall für einen zeitigen Zwischenfruchtanbau genützt, um den Boden zu bedecken/ beschatten, das Bodenleben zu füttern und somit aktiv Humus- und Bodenaufbau zu betreiben. Bei baldigem Zwischenfruchtanbau unter guten Bedingungen etabliert sich schnell ein dichter Zwischenfruchtbestand, der auflaufende Beikräuter und Ausfallgetreide gut unterdrückt.

 

Unkrautkur als „Akutmaßnahme“
Auf Schlägen mit hohem Unkrautdruck und speziell bei starken Problemen mit Wurzelunkräutern kann dieses Zeitfenster auch für eine „Unkrautkur“ verwendet werden. An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass die Ursachen für massives Auftreten von Unkräutern oder von Problemunkräutern analysiert und beseitigt werden sollen. Eine Unkrautkur ist mehr oder weniger eine „Akutmaßnahme“ und bekämpft vorwiegend die Symptome, ohne die eigentlichen Ursachen langfristig auszuschalten. (z.B.: Nitratauswaschung in den Unterboden, Bodenverdichtungen, unausgewogener Nährstoffhaushalt, …)

 

Zeit für die 2. Stoppelbearbeitung
Bei der 2. Stoppelbearbeitung (meist 2 Wochen nach 1. Stoppelbearbeitung) sollte die Bearbeitungstiefe auf ca. 10 cm erhöht werden, damit auch optimale Strohrottebedingungen geschaffen werden und die bereits aufgelaufenen Unkrautsamen und das angekeimte Ausfallgetreide vernichtet wird. Es ist darauf zu achten, dass nur der trockene Bodenhorizont bearbeitet wird. Schmierstellen bzw. Schleifsohlen sind in jedem Fall zu vermeiden, da ansonsten Poren verschlossen werden und damit der Bodenwassertransport (Kapillarität) unterbrochen wird. Ein oberflächliches Ablegen von Wurzeln der Wurzelunkräuter sollte auch hier bei nachfolgendem trocknem Wetter erfolgen, um diese nachhaltig zu schwächen. Bei trockenen Wetterbedingungen kann das oberflächliche Ablegen der Wurzelunkräuter zum Austrocknen der Wurzel wiederholt werden. Nach einer Unkrautkur sollte sofort ein dichter Zwischenfruchtbestand etabliert werden, um die freigesetzten Nährstoffe durch die intensive Bodenbearbeitung zu binden und die Bodenstruktur zu stabilisieren.

 

Die Details zur weiteren Bodenbearbeitung finden Sie im Handbuch des Bio-Ackerbaus unter www.einboeck.at/handbuch.

 

Wir weisen darauf hin, dass die o. a. Informationen Erfahrungswerte sind und in verschiedenen Bedingungen und Gegebenheiten abweichende Ergebnisse erzielen können. Die Einböck GmbH übernimmt keinerlei Haftung für die Richtigkeit der Angaben und etwaige Schäden an Geräten / Kulturen.

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